Stinkwanzen

Stinkwanzen sind invasive Schädlinge, die sich im Herbst auf der Suche nach einem Winterquartier in großer Zahl in Häusern und Wohnungen sammeln. In Gärten können sie viele Kulturpflanzen schädigen. Obwohl sie für die menschliche Gesundheit nicht gefährlich sind, kann ihre Anwesenheit schnell sehr lästig werden. Vorbeugende Maßnahmen und rechtzeitige Bekämpfung können ihr Auftreten wirksam begrenzen.

30.6.2026

Stinkwanzen – wirksame Vorbeugung und Bekämpfung

Stinkwanzen treten am häufigsten vom Spätsommer bis in den Herbst auf, wenn sie einen geeigneten Ort zum Überwintern suchen. In dieser Zeit dringen sie häufig in Häuser, Wohnungen, Garagen, Gartenschuppen und andere Gebäude ein, wo sie bis zum Frühling bleiben können.

Neben der Belästigung in Innenräumen schädigen sie auch Obstbäume, Gemüse und andere Kulturpflanzen. Bei Bedrohung geben sie den charakteristischen unangenehmen Geruch ab, dem sie ihren Namen verdanken.

Warum dringen Stinkwanzen ins Zuhause ein?

Stinkwanzen dringen nicht auf der Suche nach Nahrung in Innenräume ein. Sie suchen einen warmen und sicheren Ort zum Überwintern. Am häufigsten gelangen sie durch offene Fenster, Türen, Lüftungsöffnungen oder Risse in der Fassade in Häuser und andere Gebäude.

Ihre Anwesenheit wird am häufigsten begünstigt durch:

  • sinkende Temperaturen im Herbst,
  • warme und trockene Innenbereiche,
  • Spalten rund um Fenster und Türen,
  • offene Fenster ohne Insektenschutzgitter,
  • Nähe zu Gärten, Obstgärten und Feldern,
  • günstige Überwinterungsbedingungen.

Sobald sie einen geeigneten Unterschlupf gefunden haben, können große Mengen Stinkwanzen am selben Ort überwintern.

Warum sind Stinkwanzen ein Problem?

Stinkwanzen sind für Menschen nicht gefährlich, da sie weder stechen noch beißen oder Krankheiten übertragen. Dennoch können sie in Innenräumen erheblich stören, während ihr Auftreten in Gärten und Obstgärten auch Qualität und Ertrag von Kulturen beeinträchtigen kann.

  • Zu den häufigsten Problemen zählen:
  • unangenehmer Abwehrgeruch,
  • große Anzahl in Innenräumen,
  • Schäden an Obst und Gemüse,
  • Saugen von Pflanzensaft,
  • verminderte Erntequalität,
  • erneutes Auftreten zu Beginn des Frühlings.

Da sie sich häufig an Fenstern, Wänden und Decken sammeln, empfinden viele Menschen sie im Zuhause als besonders unerwünscht.

Wo kommen Stinkwanzen am häufigsten vor?

Stinkwanzen kommen sowohl im Freien als auch in Innenräumen vor. In den wärmeren Monaten findet man sie hauptsächlich auf Pflanzen. Im Herbst ziehen sie zum Überwintern in Gebäude.

Am häufigsten findet man sie:

  • in Gärten,
  • in Obstgärten,
  • auf Zierpflanzen,
  • auf Balkonen und Terrassen,
  • an Außenwänden,
  • rund um Fenster und Türen,
  • auf Dachböden,
  • in Garagen, Kellern und Gartenschuppen.

In Innenräumen bevorzugen sie Risse, Bereiche hinter Möbeln, Vorhänge und andere ruhige Orte, an denen sie ungestört überwintern können.


Wie erkennt man das Vorkommen von Stinkwanzen?

Stinkwanzen sind meist leicht zu bemerken, da sie sich im Herbst häufig an Außenwänden, Fensterrahmen und Balkonen sammeln. Wenn die Temperaturen sinken, suchen sie geeignete Überwinterungsplätze und können in großer Zahl in Häuser eindringen.


Die häufigsten Anzeichen von Stinkwanzenaktivität sind:

  • Stinkwanzen an Fenstern, Fassaden oder Balkonen,
  • große Mengen an sonnigen Außenwänden,
  • einzelne Stinkwanzen in Innenräumen,
  • charakteristischer unangenehmer Geruch bei Berührung oder Bedrohung,
  • Schäden an Obst, Gemüse und Zierpflanzen.

Wenn im Herbst mehrere Stinkwanzen im Zuhause auftreten, sollten mögliche Eintrittsstellen überprüft und entsprechend abgedichtet werden.

Wie lassen sich Stinkwanzen wirksam bekämpfen?

Am erfolgreichsten ist es, zu verhindern, dass Stinkwanzen überhaupt in ein Gebäude gelangen. Sind sie bereits in Innenräumen, sollten sie so entfernt werden, dass sie ihren unangenehmen Geruch nicht abgeben.

Wir empfehlen:

✔ Insektenschutzgitter an Fenstern und Türen anbringen,

✔ Risse rund um Fenster, Türen und die Fassade abdichten,

✔ Dachböden, Garagen und andere Räume regelmäßig kontrollieren,

✔ einzelne Stinkwanzen mit Staubsauger oder Sammelbehälter entfernen,

✔ bei großer Anzahl geeignete Insektizide verwenden.

Stinkwanzen nicht zerdrücken oder zertreten, da sie bei Bedrohung ihren charakteristischen unangenehmen Geruch freisetzen. Dieser Geruch kann zudem weitere Tiere anziehen.

Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys)

Die Marmorierte Baumwanze ist eine invasive Art aus Ostasien, die sich in den vergangenen Jahren in Slowenien stark ausgebreitet hat. Sie ist an ihrem braun marmorierten Körper und den charakteristischen hellen Bändern an den Fühlern zu erkennen. Sie befällt zahlreiche Obst-, Gemüse- und Zierpflanzen und dringt im Herbst häufig in großer Zahl in Häuser und andere Gebäude ein.

Grüne Stinkwanze (Palomena prasina)

Die Grüne Stinkwanze ist eine heimische Art, die am häufigsten auf Bäumen, Sträuchern und anderen Pflanzen vorkommt. Erwachsene Tiere sind im Sommer charakteristisch grün, färben sich im Herbst jedoch bräunlich und sind dadurch im Falllaub besser getarnt.

Wissenswertes über Stinkwanzen

  • Bei Bedrohung geben Stinkwanzen ein charakteristisches Abwehrsekret mit unangenehmem Geruch ab – daher ihr Name.
  • Im Herbst sammeln sie sich häufig an sonnigen Wänden auf der Suche nach geeigneten Überwinterungsplätzen.
  • Sie stechen Menschen nicht und übertragen keine Krankheiten, können jedoch Obst, Gemüse und Zierpflanzen schädigen.
  • Die Marmorierte Baumwanze ist eine der bedeutendsten invasiven Arten Europas und verursacht erhebliche wirtschaftliche Schäden im Obst- und Gartenbau.
  • Beim Zerdrücken oder Zertreten setzen sie ihren unangenehmen Geruch frei; deshalb sollten sie möglichst ohne direkten Kontakt entfernt werden.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Sind Stinkwanzen für Menschen gefährlich?

Nein. Stinkwanzen stechen oder beißen nicht und sind nicht als Krankheitsüberträger bekannt. Ihre größten Nachteile sind der unangenehme Geruch und die Tendenz, sich in großer Zahl in Innenräumen zu sammeln.

Warum dringen Stinkwanzen im Herbst in Häuser ein?

Im Herbst suchen sie einen warmen und sicheren Ort zum Überwintern. Meist gelangen sie durch offene Fenster, Türen, Lüftungsöffnungen oder Risse in der Fassade ins Gebäude.

Wie kann ich Stinkwanzen aus einer Wohnung entfernen?

Einzelne Stinkwanzen vorsichtig mit einem Staubsauger entfernen oder in einem Behälter fangen und nach draußen bringen. Bei großer Anzahl ein geeignetes Insektizid gegen kriechende und fliegende Insekten verwenden.

Wie kann ich verhindern, dass sie ins Zuhause gelangen?

Insektenschutzgitter anbringen, Risse rund um Fenster und Türen abdichten und mögliche Eintrittsstellen am Gebäude regelmäßig kontrollieren.

Warum erzeugen Stinkwanzen einen unangenehmen Geruch?

Der Geruch ist ein Abwehrmechanismus gegen Fressfeinde. Er wird vor allem freigesetzt, wenn sich die Tiere bedroht fühlen oder zerdrückt werden.